Der BREIDTER RÜCKEN

In reizvoller Landschaft, zwischen Jabachtal und dem Naturschutzgebiet Naafbachtal liegt der sogenannte "Breidter Rücken". Dort, am Eingang zum Bergischen Land liegt Breidt, die Wirkungsstätte des Heimat- und Kulturverein Breidt e.V.
Zum Einzugsbereich des Vereins gehören neben Breidt die Dörfer Deesem, Ellhausen, Geber, Grimberg, Hal-berg, Kreuzhäuschen, Krahwinkel, Salgert, Weegen sowie die Weiler Gebermühe und Breidtersteegsmühle.

 

Breit ist relativ - Breidt nicht

Von Hermann-Josef Gerlach

Der "Breidter Rücken" ist ein Teil der südbergischen Lößhoch-fläche und erstreckt sich von der Bundesstraße 56 im Osten zur  Bundesstraße 507 im Westen. Im Süden wird er vom Jabach, im Norden von Naaf und Wenigerbach begrenzt. Über die Scheitel-linie führt die ca. 6 Kilometer lange Kreisstraße 37; sie durch-quert oder tangiert die Orte Krahwinkel, Breidt, Geber, Kreuz-häuschen, Ellhausen, Halberg und Weegen. Etwas abseits lie-gen die Orte Deesem, Salgert, Grimberg und Naaferberg. Weiterhin zählen dazu die Wohnplätze Breidtersteegsmühle und Gebermühle rechts des Jabachs. Die höchste Gelände-Erhebung befindet sich mit 218m über NN in Krahwinkel (Hochbehälter für Trinkwasser). Die K 37 war früher von Altenrath über Donrath kommend Teil der Köln-Siegener Landstraße und hieß auch "Eisenweg oder "Poststraße", weil während  des 18. Jahrhun-derts die Post auf dieser Strecke verkehrte.

Die K 37: Blick von Breidt nach Geber

Das "Rückgrat des Breidter Rückens" ist die Kreisstraße 37.
Blick von einer Feuerwehrleiter in westliche Richtung. Links im Hintergrund Geber, nach der Straßenbiegung die Linde am Geberkreuz.                                     Foto: hjg

Der Begriff "Breidter Rücken" ist eine sprach-liche Neuschöpfung aus dem letzten Drittel des 20. Jahrhunderts. Der Hauptort Breidt, der dem Höhenzug den Namen gab, wird urkund-lich 1375 erstmals erwähnt, als der Geschwo-rene "Rodeger van Breide" einen Vertrag vor dem Hofgericht des Bonner Cassiusstifts zu Lohmar beurkundete.

Breidt war bis zur kommunalen Neugliederung im Jahre 1969 selbständige Gemeinde im Amtsverband Lohmar; d.h. Breidt besaß einen  Gemeinderat mit dem Bürgermeister als Vor-sitzender, aber keine eigene  Verwaltung. Diesen Zustand teilte sie mit den Gemeinden Altenrath, Halberg,  Inger, Lohmar und Schei-derhöhe. Am 31. Juli 1969 wurde die Gemein-de Breidt Teil der Gesamtgemeinde Lohmar und am 1. Januar 1991 Teil der Stadt Lohmar.

Noch Fragen zum Thema  "Breidter Rücken"?

Dann lesen Sie den Aufsatz "Breidt – Ein Beitrag zur Geschichte", von Heinrich Hennekeuser und Bernhard Walterscheid-Müller, nachzulesen in der Festschrift "Heimat- und Kulturverein Breidt e.V. 1965-1985", erhältlich beim Vorstand des Heimat- und Kulturvereins Breidt.